Jedes Unternehmen, das Ersatzteile verkauft, steht irgendwann vor derselben Frage: Sind Nachbauteile fürs Auto so gut wie das Original? Mit einem Wort lässt sich das nicht beantworten, denn „Nachbau“ ist keine Qualitätsstufe, sondern ein Beschaffungskanal. Über denselben Kanal kommen sehr gute Teile ebenso wie Teile, die bei der ersten Montage brechen. Für den Großhändler zählt, beides vor der Bestellung unterscheiden zu können.

OEM, OES und Aftermarket: Was die Begriffe bedeuten

  • OEM (Original): Das Teil, das unter der Referenznummer des Fahrzeugherstellers über den autorisierten Kanal verkauft wird.
  • OES: Der Zulieferer des Fahrzeugherstellers verkauft dasselbe Teil unter eigener Marke.
  • Aftermarket / Nachbau: Ein gleichwertiges Teil, das unabhängige Hersteller nach OEM-Maß fertigen. Genau danach wird im Französischen als „pièces adaptables“, im Deutschen als „Nachbauteile“ und im Italienischen als „ricambi aftermarket“ gesucht.

Ein Nachbauteil wird einer OEM-Nummer zugeordnet. Diese Zuordnung soll Maß und Befestigungspunkte sicherstellen; Material und Lebensdauer bestimmt dagegen der Hersteller. Der Begriff „Erstausrüsterqualität“ sagt deshalb allein noch nichts – entscheidend ist, wie das Teil gefertigt wird.

Drei Faktoren, die die Nachbauteile-Qualität bestimmen

1. Rohstoff. Bei Kunststoff- und Gummiteilen liegt hier der größte Unterschied. Ein Teil im Motorraum muss Hitze aushalten, ein Teil der Außenverkleidung UV-Strahlung, ein Pedalgummi ständige Reibung. Material, das nicht zu den Einsatzbedingungen passt, kommt nach wenigen Monaten als Risse, Verhärtung oder Ausbleichen zurück.

2. Werkzeug und Toleranz. Ob ein Clip mit einem „Klick“ in seiner Aufnahme einrastet, hängt von der Präzision des Werkzeugs ab. Schon wenige Zehntelmillimeter Abweichung bedeuten ein Teil, das sich schwer montieren lässt oder nicht hält. Ein Unternehmen, das seine Werkzeuge selbst konstruiert und baut, hat diese Toleranz direkt im Griff. Bei MTJ Auto wird von der Werkzeugkonstruktion bis zur Serienfertigung kein Schritt ausgelagert.

3. Beständigkeit. Ein Teil, dessen erste Lieferung gut ist und das sich in späteren Lieferungen verändert, ist für den Großhändler das teuerste Szenario. Ein Lieferant, der mit demselben Werkzeug und derselben Rohstoffspezifikation immer wieder gleich fertigen kann, hält das Versprechen, das Sie Ihren Kunden geben.

Worauf Sie beim Muster achten sollten

Vor der Serienbestellung Muster anzufordern, ist der sicherste Weg der Qualitätsprüfung. Führen Sie am Muster diese vier Prüfungen durch:

  • Maß: Legen Sie das Teil neben das OEM-Teil und vergleichen Sie die kritischen Maße.
  • Montage: Bauen Sie das Teil ein und wieder aus; es darf weder klemmen noch Spiel haben.
  • Material: Testen Sie bei flexiblen Teilen die Elastizität, bei festen Teilen die Bruchfestigkeit.
  • Etikett und Verpackung: Kommt das Teil in der Sprache Ihres Marktes und mit einem Code, den Ihr System lesen kann?

Die richtige Frage für den Großhändler

Statt „Ist das ein Originalteil?“ sollte die Frage lauten: „Wer fertigt dieses Teil in gleichbleibender Qualität, immer wieder und mit der richtigen OEM-Zuordnung?“ Senden Sie uns Ihre OEM-Liste; wir gleichen sie mit unserem Katalog ab und nennen Ihnen die Positionen, die wir liefern können, samt Musteroptionen.

Unsere Konditionen für den Bezug direkt ab Werk und das Bewerbungsformular finden Sie auf der Seite Großhandel und Distribution.